Foto: Freitag

Kunstprojekt in den Sommerferien

Nachricht Grasdorf, 19. August 2019

Sommerferien 2019: Bauen - Malen - Zeichnen - Gestalten - Entdecken - Fotografieren

Für die Kinder im Hort St .Marien fingen die Sommerferien sehr gut an. Vom 5. bis 18. Juli war die Kinder- und Jugendkunstschule jukus e.V. zu Besuch. Am Freitagmorgen stellte sich das Team um den Kunstschulkoordinator Udo Hetmeier vor und begeisterte die Kinder für das Kreativprogramm. Am Montag startete das Programm mit einem Kennenlernen, mit einem Ausflug in den „Park der Sinne“, den „Mitmachgarten“ und den „Interkulturellen Garten“ in Laatzen. Dabei wurden über die Gärten im Wandel der Jahrzehnte gesprochen, die Entwicklung vom Nutzgarten zur Feierabendoase und wieder zurück zum Nutzgarten, in dem wieder Gemüse und Obst im kleinen Rahmen angebaut wird.  In diesem Kontext wurde auch über FairTrade und regionales, saisonales Essen gesprochen und aus frischem Gemüse einen Salat zubereitet. Ein Highlight war, dass die Kinder im“ Interkulturellen Garten“ selber Brot backen durften.

Am Dienstag beschäftigten wir uns ausgiebig mit Paul Klee und einer Reise in das Innere :  Ich beim Träumen beschäftigt. Paul Klee war überzeugt, dass sich im inneren des Menschen eine wunderbare Welt befindet. Nach einer kurzen Tobephase wurden die Kinder auf eine Traumreise mitgenommen. Danach wurden alle  mit geschlossenen Augen und den Erinnerungen an die schönsten Momente der Traumreise fotografiert. Das Polaroidfoto diente als Vorlage für ein Selbstbildnis. Vorgabe war nur der Titel des Bildes: Ich beim Träumen. Die Ergebnisse wurden dann als erste Bilder gleich im Raum für unsere Ausstellung  aufgehängt.

Mittwoch gehörte der Gartenarbeit, der Garten am „Schlösschen“ wurde neu bepflanzt. Auch der Zaun wurde neu gestaltet. Alle Kinder bekamen die Möglichkeit Pflanzen zu setzen und ein Stück vom Zaun zu bemalen. Danach haben wir unsere eigenen Saatbomben mit Ringelblumen, Tagetes und Kornblumensamen hergestellt, um sie nach dem Trocknen, bei passender Gelegenheit, in der Stadt zu verteilen.

Auch die folgenden Tage gingen viel zu schnell vorbei. Wir haben uns noch mit Landschaftsformen beschäftigt und diese dann in Gips nachgebaut. Dabei war das Experimentieren mit Gips, das Gestalten einer Form, aber auch die eigene haptische Erfahrung, wenn der Gips an den Händen trocknet, ein tolles Erlebnis. Am  Maskenbautag konnten wir auch etliche Erfahrungen sammeln. Die Masken sollten recht einfach, minimalistisch gestaltet sein. Wir unterhielten uns darüber warum es Masken gibt, welche Bedeutung diese in der Kultur der Menschheit haben und wie wir sie anwenden wollen. Nachdem wir de Masken fertig hatten sind wir über unser Außengelände gegangen und habe den Raum neu erkundet. Das Jukus-Team hat uns in den (Außen-)Raum gestellt und fotografiert. Durch das Aufstellen sowohl einzeln als auch in Gruppen konnten wir Perspektive und Fluchten darstellen.

Dies haben wir dann auch in der folgenden Woche am Dienstag auf dem Leine-Vorplatz und an anderen Orten in der Stadt fortgesetzt und dabei unsere Saatbomben verteilt.

Am Mittwoch beschäftigten wir uns dann noch einmal mit Malen und den Gipslandschaften. Die Gipslandschaften wurden angemalt und noch einmal an verschiedenen Orten fotografiert. Den Vormittag nutzten wir zur Erstellung von Strandlandschaftskarten. Wir gestalteten diese und beklebten das untere Viertel des Bildes mit Sand.

Am Donnerstag stand dann alles im Zeichen der Ausstellung und des Abschiednehmens. Wir stellten unsere Arbeiten fertig und bauten die Ausstellung auf. Nach dem Mittagessen beschäftigten wir uns noch einmal kurz mit Paul Klee und fabrizierten Kunst aus Schokoladenpudding. Das Mittel war dabei nicht der schwarze Strich, sondern der weiße Untergrund des Tellers. Die Kinder wurden dazu angehalten, nach dem Löffeln des Puddings, eine Figur oder etwas anderes auf den Teller zu „kratzen“.

„Die helle Energie wird sichtbar und es werde Licht“, so empfand das Paul Klee. Die Teller wurden natürlich auch noch ausgestellt bevor die Eltern kamen und die Arbeiten der letzte Tage von den Kindern bewundern durften.

Abschließend durften die Eltern auch noch Saatbomben mitnehmen und auf dem Weg verteilen. Eine schöne, für die Kinder erlebnisreiche Zeit mit dem Themenschwerpunkt 100 Jahre Bauhaus ging schnell vorbei.

Fotos und Text: Udo Hetmeier – jukus e.V.