Mitentscheidungsrecht der Kinder in unserer Kita
In unserem Kindergarten haben unsere Kinder das ganze Jahr ein Mitentscheidungsrecht. Es beginnt dabei mit wen die Kinder ihre Freude, ihre Traurigkeit teilen möchten oder von wem sie sich Hilfe und Unterstützung wünschen. Auch Themen und Inhalte der Gruppen werden gemeinschaftlich abgestimmt und geplant. Bei Festen stimmen unsere Kinder in einem Wahlverfahren ab und entdecken so, ob ihre Entscheidung zum gewünschten Thema geführt hat. Im alltäglichen Miteinander erfahren unsere Kinder immer wieder das ihre Stimme Gehör findet und sie ernst genommen werden. In Pflegesitutionen entscheiden unsere Kinder wer sie unterstützen oder pflegen darf. Auch die Entscheidung nicht von uns gepflegt zu werden nehmen wir ernst und sind dabei im Austausch mit unseren Eltern. Die Entscheidung was in der Brotdose unserer Kinder ist, entscheiden die Kinder zuhause mit ihren Eltern frei.
In Konfliktsituationen zwischen Kindern greifen wir nicht gleich ein, sondern sind stiller Beobachter. Als Unterstützungshilfe haben wir für unsere Kinder unsere Beschwerdekugel, die sie überall im Haus verteilt finden, um so auf sich Aufmerksam zu machen. Wenn diese Kugel vom Kind angeschaltet wird, ist es für uns das Zeichen Hilfe dem Kind anzubieten. Wir gehen mit dem Kind ins Gespräch mit welchem Kind oder Kindern sie sprechen möchten und ob es ein Gesprächsrahmen allein mit dem jeweiligen Kind oder mit der Gruppe oder mit beiden Gruppen sein soll.
Uns ist es wichtig, dass sich unsere Kinder frei entfalten und ihre eigenen Erfahrungen in der Selbstbestimmung sammeln können.
Nadine Nolte, Einrichtungsleitung