Was macht für mich Kirche aus?
Zum "Ankommen" für neue Mitarbeitende im Kindertagesstättenverband Calenberger Land bietet die pädagogische Leitung des Verbandes regelmäßig Willkommenstage an. Jetzt traf sich eine Runde von neun pädagogischen Fachkräften aus dem Thomaskindergarten Laatzen, der Gertruden-Kita Gleidingen, den Kitas Marienkäfer Barsinghausen und Pusteblume Bantorf und der Kita im Park in Rethen in den früheren Horträumen in Rethen. Pastorin Elke Pankratz-Lehnhoff und die pädagogische Leitung des Verbandes, Silke Yavuz, begleiteten die Gruppe.
Die Willkommenstage dienen zum Einen dazu, über Kirche und Diakonie und deren Gremien und Aufbau zu informieren. Aber vor allem dazu, ins Gespräch zu kommen über die eigenen Erfahrungen mit Kirche und dem Glauben. So tauschten sich die Teilnehmenden über die ersten persönlichen Kontakte mit der christlichen Kirche aus und schrieben auf, was für die Kirche ausmacht. Deutlich wurde dabei, wie vielfältig die Erfahrungen sind und auch wie diese Erfahrungen in die Arbeit in den Kitas einfließen. So werden Feste gefeiert, wie Erntedank oder Weihnachten. Aber auch die Haltung den Kindern gegenüber ist wichtig. "Jedes Kind ist ein Geschöpf Gottes, unabhängig von seiner Herkunft, seiner Religion, dem Charakter oder Person. Wir wollen alle Kinder gleichermaßen fördern, dass sie sich entfalten können", betonte Elke Pankratz-Lehnhoff zum Beispiel in ihrer kurzen Einstimmung in den Tag.
Wichtig war den Teilnehmenden aber auch die eigene Offenheit allen Religionen und Konfessionen gegenüber. "Wir erkennen damit die Vielfalt an, die wir in unseren Einrichtungen haben. So beglückwünschen wir auch unsere Familien, die das Opferfest feiern. Das gehört für mich zum Respekt dazu", meinte eine der Mitarbeiterinnen. Und zur religionspädagogischen Arbeit gehören nicht nur das Feiern von Festen, sondern auch alltägliche Rituale oder auch schwere Themen, wie Tod und Trauer, die den Kindern altersgerecht vermittelt werden.
Fotos und Text: Freitag